Digitale Kinokamera

Eine digitale Kinokamera nimmt eine Vielzahl von Bildern mit einem Bildsensor auf Festplatte auf, die anschließend als Film oder über einen digitalen Kinoprojektor bzw. im Fernsehen gezeigt werden sollen.

Seit dem Jahr 2000 nutzen zunehmend mehr Beteiligte an Filmproduktionen aller Etatgrößen digitale Kameras. 2009 wurde erstmals der Oscar für die beste Kameraarbeit an einen größtenteils mit digitalen Kinokameras gedrehten Film vergeben.

Der Einsatz von digitaler Laufbildproduktion wird oft von Kameramännern, Regisseuren und Produzenten vorangetrieben. Neben weniger bekannten Filmschaffenden und unabhängigen Produktionsfirmen nutzen zahlreiche namhafte Vertreter digitale Kinokameras.

Die Geschäftsmodelle der Kamerahersteller unterscheiden sich deutlich. Arri und Panavision vermieten ihre digitalen Kameras ausschließlich selber oder über Rentalhäuser und betreiben jeweils nur ein paar Dutzend ihrer Geräte. Sony, Red und Thomson verkaufen ihre Kameras. Die größten Stückzahlen lieferte bisher Sony aus, da das Unternehmen mit HDCAM im Jahr 2000 als erstes den Markt betrat. Sony hat einige HDCAM-Kameras absetzen können, von denen ein großer Teil jedoch nicht nur für Kino, sondern auch für TV-Serien, Dokumentationen und Werbung eingesetzt wird. Das 2005 in den Markt eingetretene Start-up-Unternehmen Red Digital Cinema Camera Company, das seit September 2007 die Serienversion seiner Kameras ausliefert, hat eine beachtliche Menge Vorbestellungen sammeln können. Dieses stellt eine deutliche Vergrößerung des Marktes dar. Weitere Anbieter sind die Firmen Dalsa und SI.  Arri und Panavision sind als Weltmarktführer für Filmkameras weniger bemüht, digitale Kameras zu etablieren, als die Anbieter Sony, Red und Thomson, die nur digitale Kameras verkaufen.
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